Wenige junge Männer taten sich 1896 zusammen, um nicht im Alltag aufzugehen, sondern die Geselligkeit neben dem Studium zu pflegen. Aus dem kleinen studentischen Kreis wurde eine ansehnliche Verbindung. Sie erfüllte und erfüllt bis heute den ihr zugefallenen Teil der Weiterbildung der jungen Studenten zu aufgeschlossenen, pflichtbewußten Menschen. Allen ihren Mitgliedern war sie ein Hort der Freundschaft und der Pflege des Gemeinsinns.

Sie blieb von Rückschlägen durch die beiden großen Kriege und die politischen Ereignisse nicht verschont. Immer wieder hat das Bekenntnis zu den alten Grundsätzen die Gemeinschaft der Bundesbrüder neu gefestigt.

Besonders die wirtschaftlichen Notzeiten nach den Kriegskatastrophen haben gezeigt, daß es nicht materielle Dinge gewesen sind, welche die jungen Mitglieder zu den großen Leistungen beim Wiederaufbau befähigt haben. Sie hatten den Untergang des Vaterlandes am eigenen Leibe verspürt und daraus gelernt, daß nur die Gemeinschaft in der Lage ist, mit dem Aufbau fertig zu werden.

Alle sind stolz auf das gemeinsam Geschaffene, das es zu bewahren gilt. Die Aufgabe aller wird es sein, durch eigenes Vorbild andere von der Richtigkeit unseres Handelns und Denkens zu überzeugen. Die Korporation wird dann ihren Sinn und Wert nicht verlieren, wenn es ihr gelingt, dem jungen Studenten zu ihrem möglichen Teil das notwendige Rüstzeug zur Erhaltung der abendländischen Kulturgemeinschaft zu geben.

Vivat - crescat - floreat Ghibelliniae in aeternum!